Zum letzten Spiel des Jahres und zugleich dem ersten Spiel der Rückrunde, waren wir zu Gast beim TEC Darmstadt. Nachdem wir uns zuvor drei mal nacheinander knapp selbst um den Sieg gebracht hatten, sollte in Hessen der erste Dreier her.
Das Spiel begann zunächst von beiden Mannschaften verhalten und mit gegenseitigem Respekt. Den besseren Start erwischten dann die Darmstädter, nachdem sie nach einer schönen Kombination das 1:0 erzielen konnten. In der Folge kamen wir aber besser ins Spiel und konnten verdient durch Sören Bannert ausgleichen. In der Folge wogte das Spiel hin und her, einmal trafen noch die Hessen, einmal noch wir und so stand zur Halbzeit ein 2:2 Unentschieden. In der zweiten Halbzeit ging es zunächst so weiter und wir verlagertern uns noch mehr darauf, durch schnelle Konter zum Erfolg zu kommen. Dies sollte in der Folge auch aufgehen und so führten wir bis 30 Sekunden vor Schluss dann auch verdient mit 5:4, obwohl Darmstadt bis dahin zumindest gefühlt die größeren Spielanteile hatte. Mit einer gefühlten Schlussecke konnten die Darmstädter dann aber noch den Ausgleich erzielen und sich über den Punktgewinn in letzter Sekunde freuen.
Das alles liest sich auf den ersten Blick ja vollkommen normal und wir möchten betonen, dass mit den kritischen Anmerkungen, die jetzt folgen, nicht die Mannschaft des TEC Darmstadt gemeint ist, denn das Spiel gestern war rein sportlich absolut fair geführt und wie oben beschrieben von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet. Das, was wir in Darmstadt aber von Seiten des Publikums und der Schiedsrichter erlebt haben, wird vielen wahrscheinlich sehr lange noch als äußerst unschön im Gedächtnis bleiben. Wir können es nicht verstehen - und damit meinen wir nicht, dass Emotionen von Seiten des Publikums nicht normal wären, das findet man überall und in einem gewissen Maß ist das auch vollkommen in Ordnung - wie man als gastgebender Zuschauer auf einer Ebene agiert, deren Erwähnung eigentlich schon zu viel des Guten ist. Noch nie wurde irgendjemandem von uns auf so anfeindender und niveauloser Ebene begegnet und mit etwas Abstand fragt man sich umso mehr, was das überhaupt noch mit Sport zu tuen hat. Umso schlimmer ist es dann, wenn zwei Schiedsrichter das Spiel zu leiten versuchen, deren Auftreten doch äußerst fragwürdig und kritisch zu betrachten ist. Dass man sich auswärts immer etwas benachteiligt fühlt, ist uns klar und darum soll es auch gar nicht gehen. Eine Szene können und wollen wir aber einfach nicht so auf sich Beruhen lassen. Der Eckenpfiff, den Darmstadt 30 Sekunden vor Schluss geschenkt bekommt, war ohnehin gelinde gesagt eine Frechheit - wenn der Schiedsrichter, der den Pfiff erteilt hat, dann aber auf die Berichtigungsversuche seines KOLLEGEN (es hätte aufgrund eines gegnerischen Fußes Freischlag für Würzburg geben müssen) mit der Aussage: "Der hat mir das ganze Spiel nicht geholfen, dann will ich seine Hilfe jetzt auch nicht!" reagiert, dann fragt man sich als Mannschaft allerdings schon, was genau im Kopf einer Person, die eigentlich unparteiisch und neutral sein sollte, vorgeht. Dass wir dann mit dieser unfassbaren Fehlentscheidung auch noch den Ausgleich hinnehmen müssen, hat uns gestern natürlich alle vor allem emotional sehr tief getroffen - trotzdem oder vielleicht gerade deshalb möchten wir uns als Mannschaft für die doch sehr aufgeregte Reaktion am Ende des Spiels entschuldigen, vor allem bei den Darmstädter Spielern und Trainern, die wie oben geschrieben für das alles herzlich wenig können und sich über die kompletten 60 Minuten und darüber hinaus als absolut faire Gegner präsentiert haben. Insgesamt macht uns das gestern Erlebte aber schon noch sehr zu schaffen und deshalb musste das auf diesem Wege auch Erwähnung finden.
Am Ende des Tages stand dennoch zumindest 1 Auswärtspunkt, der uns im Abstiegskampf weiterhin in Schlagdistanz zum ersten Nichtabstiegsplatz hält.
Nachdem wir gestern Abend dann noch eine fantastische Weihnachtsfeier mit unseren Damen hatten, ist auch für uns erst einmal Pause angesagt. Eine Pause, die wir wahrscheinlich alle mehr als gebrauchen können, nachdem die Akkus nach einem anstrengenden, spannenden Jahr mit viele Höhen und einigen Tiefen doch sehr aufgebraucht sind. Bedanken möchten wir uns trotzdem noch bei allen Personen, die diesen Sport für uns so einmalig machen: an erster Stelle die Fans, die immer wieder zu Genüge in die Halle oder an den Hockeyplatz kommen und uns anfeuern, bei allen Sponsoren (so viele sinds ja nicht) und vor allem auch bei allen Personen im engeren Umkreis der Mannschaft, die jeden Tag aufs Neue ihr Leben für den Verein und die Mannschaft leben und ohne die wir wahrscheinlich nicht da wären, wo wir jetzt sind! DANKE, ihr alle seid großartig!
Mit diesem wahrscheinlich letzten Post für 2015 wünschen wir außerdem allen fröhliche, besinnliche und ruhige Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue, hoffentlich weiterhin erfolgreiche, Jahr 2016.
Spielberichte
Wieder Unentschieden, abermals sieglos
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TEC Darmstadt | : | HTC Würzburg |
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5 | : | 5 | ||
(2 | : | 2) |