Eine Woche nach dem hart erkämpften 4:2-Auswärtserfolg beim Aufsteiger HC Wacker ging es 6 Tage später im ersten Heimspiel der Saison gegen den zweiten Aufsteiger TSV Mannheim 2. Dass dieser – und so ist es gewohnheitsgemäß bei Bundesligareserven meistens – sehr stark sein würde, war uns nicht nur wegen des 8:3-Auftakterfolges der Mannheimer gegen den Vorjahresdritten SV Böblingen klar.
So standen auch in Würzburg einige ehemalige Bundesligaspieler beziehungsweise Jugendnationalspieler in den Reihen der Mannheimer. Doch auch wir konnten mit dem nominell stärksten Kader antreten und nahmen uns vor, uns den Schneid nicht abkaufen zu lassen. Dieser Plan wurde die ersten Minuten stark durcheinandergebracht, nachdem die Mannheimer eine kurze Ecke und einen schön zu Ende gespielten Angriff zur schnellen 2:0-Führung in unserem Tor unterbringen konnten. Diesen Schock hatten wir noch gar nicht richtig verdaut, da setzte es den ersten fragwürdigen Pfiff des Schiedsrichters an diesem Nachmittag. Nach einer sowieso schon strittigen grünen Karte gegen Dominik Lehrieder sah dieser auf Erfragen des Karten-Grundes hin die gelbe Karte und wir hatten somit eine Zeitstrafe zu überstehen. Glücklicherweise standen wir auch heute defensiv wieder sehr gut und konnten den 2-Tore-Rückstand erst einmal halten. Anschließend kamen wir dann immer besser ins Spiel und ließen den anfänglichen Respekt gehörig fallen. Ein ums andere Mal spielten wir vor allem über die rechte Seite unsere Angriffe gut aus, einzig und allein standen wir uns selber oder der Mannheimer Torhüter uns im Weg. Trotzdem konnte Julian Bleibaum dann eine Strafecke zur knappen 2:1-Pausenführung für die Gäste im Tor unterbringen.
In der zweiten Halbzeit starteten wir erneut besser und durch zwei Tore konnten wir den Rückstand in eine bis dahin verdiente 3:2-Führung drehen. Danach wurde es kurios: zuerst bekam ein Mannheimer Spieler wegen eines Körperfouls verdientermaßen die gelbe Karte. Nachdem er bei der Zeitnahme Platz genommen hatte und – mehr zu sich selbst als zum Schiedsrichter – vor sich hin redete, wertete das der Schiedsrichter als Beleidigung und verwies den Mannheimer Spieler völlig überzogen des Feldes. Somit hatten wir für die restlichen 18 Minuten eine 1-Mann Überzahl. Alle in der Halle dachten, dass das nun die Vorentscheidung sei. Doch nachdem Mannheim zum 3:3 ausgeglichen hatte, konnten sie auch unsere 4:3-Führung egalisieren, indem sie ihren eigenen Torhüter aus dem Tor nahmen, um so zumindest eine Gleichzahl an Feldspielern zu erzeugen. Es waren noch 8 Minuten zu spielen, als Christian Hoffmann nach genialem Pass von Julian Bleibaum und Raoul Weidlich (endlich!) durch ein Strafeckentor die vorentscheidende 6:4-Führung herstellen konnten. Das 7:4 war dann nur noch für die Fans.
Alles in allem lässt sich sagen, dass wir zwar nicht unverdient gegen eine wirklich sehr starke Mannheimer Mannschaft gewinnen konnten, der Sieg aber eher keiner ist, über den man sich wirklich freuen kann. Zu sehr zerstörte der Schiedsrichter durch unklare und zum Teil trotzige Entscheidungen auf beiden Seiten den Spielfluss.
Trotzdem sind die Punkte das, was am Ende zählt. Und nach zwei Spielen haben wir derer 6 und stehen punktgleich mit dem SSV Ulm auf dem zweiten Tabellenplatz. Nächste Woche wollen wir dann gegen SV Böblingen an die guten Leistungen anknüpfen und uns für die Vorjahrespleite revanchieren!
Danke hier nochmal an die vielen Fans, wir hoffen, euch nächste Woche wieder begrüßen zu dürfen!
Spielberichte
Siegesserie hält an – 7:4-Heimsieg gegen TSVM2!
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HTC Würzburg | : | TSV Mannheim Hockey II |
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7 | : | 4 | ||
(1 | : | 2) |