Nach dem Unentschieden am ersten Spieltag gegen die Bundesligareserve vom NHTC wollten wir in München gegen den Aufsteiger punkten. Eingestellt von unserm Trainer auf ein kampfbetontes und schwieriges Match starteten wir mit defensiver Ausrichtung ins Spiel. In der Anfangsphase begann ein vorsichtiges Abtasten beider Teams und das Spiel plätscherte ohne viele Hohepunkte dahin. Allerdings wurde schnell deutlich, dass wir heute keinen Sahnetag erwischt hatten, denn wir taten uns bedingt durch technische Fehler und geringes Laufpensum sichtbar schwer ins Spiel zu kommen. Die Münchner ihrerseits waren dennoch nicht in der Lage uns ernsthaft in Bedrängnis zu bringen und so blieb unser TW bis Mitte der 1. Halbzeit bis auf ein paar Schüsse ohne große Herausforderung. Kurz vor der Pause bot sich uns dann praktisch mit unserer einzigen nennenswerten Offensivaktion die Möglichkeit den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen, als Christian Hoffmann nach einer Unachtsamkeit in der gegnerischen Abwehr frei im Schusskreis auftauchte. Mit seinem Schuss scheiterte er allerdings am gegnerischen TW. So kam es wie es kommen musste und wir verloren auf der linken Außenbahn den Ball, waren danach mehr damit beschäftigt uns über den ausbleibenden Pfiff des Schiedsrichters aufzuregen, als zu versuchen den Ball zurück zu erobern. Der ESV kam dadurch mit einem Überzahlangriff in unser Verteidigungsviertel und einem Stürmer gelang es einen noch abgefälschten Ball vom Schusskreisrand flach ins lange Eck zu versenken. Dies bedeutet gleichzeitig auch den Halbzeitstand.
Nach der Halbzeitansprache wollten wir, wie so oft in letzter Zeit eine starke 2. Halbzeit hinlegen und so das Spiel noch umbiegen. Und tatsächlich mit Beginn der 2. Halbzeit waren wir besser im Spiel und drängten die Münchner vermehrt in ihre Hälfte. Zeitweise gelang es uns sogar uns an der gegnerischen Viertellinie festzusetzen. Allerdings schafften wir es von dort nur sehr schwer uns gegen elf Münchner in ihrem Kreis Torchancen zu erspielen. Auch gewährten man uns nur zwei Strafecken die allerdings beide vom gegnerischen TW mit tollen Paraden abgewehrt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der ESV nur noch durch vereinzelte Konter gefährlich, die wir allerdings allesamt entschärfen konnten und es wurde deutlich, dass wir je länger des Spiel dauerte die größeren Konditionsreserven zur Verfügung hatten. So kam es dann auch, dass Andi Spitz 15 Minuten vor Schluss aus dem Gewühl heraus per Stecher erfolgreich war, nachdem wir nun vermehrt versuchten mit harten Flanken in den vollen Schusskreis zum Erfolg zu kommen. Auch nach dem Ausgleich besaßen wir die größeren Spielanteile, waren aber weiterhin zu selten gefährlich und so hätte das Spiel auch gut und gerne mit einer Punkteteilung enden können. Der ESV nutzte allerdings drei Minuten vor Schluss seine einzige und schmeichelhafte Strafecke zur erneuten Führung. Der erste Schuss wurde noch von unserem Herausläufer abgeblockt, der Nachschuss vom 7m Punkt konnte dann allerdings verwandelt werden. Den Endstand besorgte dann der ESV per 7m 20 Sekunden vor Schluss nachdem Max Bärtlein bei aufgerückter Abwehr Kopf und Kragen riskieren musste und den gegnerischen Stürmer nur durch ein Foul stoppen konnte.
Diese Niederlage in den letzten Spielminuten war umso ärgerlicher, da wir in München in einem insgesamt ehr schwachem Regionalligaspiel eine schlechte Leistung gezeigt hatten und wir bei normalem Leistungsvermögen der Mannschaft durchaus 3 Punkte mit auf die lange Heimfahrt hätten nehmen können. Jetzt gilt es die Spielpause am kommenden Wochenende zu nutzen, um konzentriert zu trainieren und dann in zwei Wochen beim zweiten Aufsteiger in Bietigheim zu punkten.
Tore: Andreas Spitz